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Ludwigsburg macht mit 81:65-Sieg gegen Tübingen einen großen Schritt in Richtung Playoffs!

22.04.2017

Bild: Johannes Roth

Achte Niederlage in Serie. Die WALTER Tigers Tübingen haben das Derby vor 4234 Zuschauern in der MHPArena gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg mit 65:81 (28:37) verloren. Die Hausherren mussten dabei weiter auf die verletzten Spieler Tekele Cotton, Kelvin Martin und Chad Toppert verzichten. Doch trotz der personellen Probleme dominierten die Ludwigsburger das Spiel. Nur im ersten Spielabschnitt konnte die Mannschaft von Trainer Tyron McCoy noch richtig dagegenhalten (16:17). Im weiteren Verlauf des Spiels übernahmen die Ludwigsburger mehr und mehr die Spielkontrolle. Mehrere Mal lagen die Schützlinge von Trainer John Patrick mit 18 Zählern in Vorsprung. So beispielsweise in der 32. Minute beim Stand von 63:45 oder in der 39. Minute beim Stand von 79:61. Topscorer der Partie war Tübingens Stanton Kidd mit 19 Zählern, bei den Gästen traf Johannes Thiemann mit 16 Zählern am häufigsten. Zwar hatten die Gäste eine gute Quote aus der Distanz (8/19, 42 Prozent), doch vor allem unter den Körben dominierten die Ludwigsburger in besonderer Weise. Weiter geht es für die Raubkatzen am kommenden Samstag mit dem letzten Heimspiel gegen die Basketball Löwen Braunschweig (18:00 Uhr, Paul Horn-Arena). 

Stimmen zum Spiel:

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): "Das war heute ein großer Kampf, ein sehr physisches Spiel. Nach unserer Vorstellung in Göttingen, als wir nicht wir selbst waren, kamen wir heute viel aggressiver raus und haben nicht so viel spekuliert. Am Anfang hatten wir Probleme Stanton Kidd zu kontrollieren, er hat Punkte kreiert, Offensivrebounds geholt und Tübingen ist immer wieder zu ihm gegangen. Ein großes Kompliment geht an Breunig, der nach dem Göttingen-Spiel auf der Position 4 eine super Reaktion gezeigt hat. Kompliment außerdem auch an Johannes Thiemann, der heute trotz Foulproblemen in der ersten Halbzeit gegen Gary McGhee eine sehr gute Figur gemacht hat."

Tyron McCoy (WALTER Tigers Tübingen): "Gratulation an John Patrick und die MHP RIESEN. Das war heute Playoff-Atmosphäre in der Halle. Ludwigsburg hat dabei von Anfang an den Ton in der Defense angegeben. Sie sind aggressiv rausgekommen und haben vor allem nach dem noch ausgeglichenen zweiten Viertel unseren Rhythmus in der Offensive gebrochen. Wir haben so nicht zu unserem Spiel gefunden und mussten kämpfen um nochmal einen Weg zurück zu finden. Wir haben unser Bestes gegeben aber es leider nie geschafft gegen diese aggressive Verteidigung die entscheidende Antwort zu finden. Außerdem hat Ludwigsburg immer wenn wir ein wenig näher dran waren, einen Big Shot getroffen."

Der Spielverlauf:

Die Gäste starteten wie gewohnt mit Jared Jordan, Barry Stewart, Julian Washburn, Stanton Kidd und Gary McGhee in die Begegnung. Das Spiel begann sehr ausgeglichen. Nach drei Minuten stand es 6:6-Unentschieden, wobei der Ludwigsburger Thiemann alle Zähler für sein Team beisteuerte. In der Folgeminute musste der deutsche Auswahlspieler aber mit dem zweiten Foul auf der Bank Platz nehmen. Mitte des ersten Spielabschnitts schickte McCoy die beiden deutschen Spieler Mauricio Marin und Yasin Kolo zusammen auf das Parkett - mit schweren Aufgaben. Marin musste gegen Defensivspezialist Rocky Trice kämpfen, während Kolo mit Kraftpaket Jack Cooley einen harten Brocken auf der Gegenseite hatte. In der sechsten Minute erzielte Washburn per Dreier die erste Führung (11:10) für die Schwaben. Der US-Amerikaner hatte zudem in der Defensive die Aufgabe, D. J. Kennedy zu stoppen. Die Patrick-Truppe tat sich vor allem in der Offensive zunächst schwer Punkte zu erzielen. Marin erhöhte mit zwei Freiwürfen in der achten Minute auf 13:10 für die Raubkatzen. Mit einem 7:0-Lauf schoben sich die Ludwigsburger bis zur Vorschlussminute des ersten Viertels wieder mit 17:13 in Front. Nach einem Dreier von Álvaro Muñoz ging es nach zehn Minuten mit einer knappen 17:16-Führung für die Barockstädter in das zweite Viertel. Davion Berry verpasste mit einem Buzzer Beater eine mögliche Führung für die Tübinger. 

Ludwigsburg zieht im zweiten Viertel davon

Nach 73 gespielten Sekunden markierte Cooley per Drei-Punkt-Spiel (20:16) die ersten Zähler des zweiten Abschnitts. Für das erste Highlight des Spiels sorgte Kennedy mit einem krachenden Dunking zum 22:18 für die Hausherren. Nach der Aktion nahm McCoy in der 13. Minute die erste Auszeit im Spiel. Kampf war Trumpf auf beiden Seiten, jedoch leisteten sich beide Kontrahenten bis dato viele Fehler im eigenen Spiel. Nach 16 Minuten erspielten sich die Patrick-Schützlinge die bis dato höchste Führung in der Partie: Kennedy legte einen Korbleger zum 30:22 in die gegnerische Reuse. Die Folge: McCoy nahm sein zweites Timeout im Spiel. Bei den Gästen waren teilweise drei Spieler auf dem Feld. Eine Situation, die es in dieser Saison noch nicht oft gab. Tübingen spielte in der Defensive nun eine Zonenverteidigung, doch der gewünschte Effekt blieb aus. Trice und David McCray erhöhten mit je zwei Zählern den Vorsprung erstmals auf über zehn Punkte (34:22, 17. Minute). Im Gegenangriff traf Marin einen Dreier vom Parkplatz zum 25:34. Vor allem beim Rebounding hatten die Raubkatzen in dieser Phase so einige Probleme. Der nächste Distanzwurf von Berry sorgte bei den Gästen für etwas Durchschnaufen. Patrick unterbrach diese Szenen mit seiner ersten Auszeit in der 18. Minute (Spielstand 34:28). 64 Sekunden vor der Halbzeitsirene kassierte Thiemann schon sein drittes persönliches Foul. Zuvor traf Hammonds per Dreier zur 37:28-Führung für die Patrick-Truppe. Nach 20 Minuten ging es mit diesem Spielstand auch in die Halbzeitpause. Zwei Gründe für den Rückstand waren das Rebound-Verhältnis (18:25) und die schwache Quote aus dem Feld (10/33, 30 Prozent).

Beim Spielstand von 37:31 für Ludwigsburg trafen beide Mannschaften jeweils zwei Dreier in Serie (Trice, Kidd, Hammonds, Kidd). Martin Breunig sorgte mit dem nächsten Dunking für Jubel in der MHPArena. Spielstand 45:37 nach 24 gespielten Minuten. Kidd wurde beim nächsten Distanzwurf gefoult, der US-Amerikaner legte im Anschluss alle drei Freiwürfe in den gegnerischen Korb (45:40, 25. Minute). Die Tübinger suchten ihr Heil weiter aus der Ferne. So war es Kapitän Jordan, der den nächsten Dreier für die Raubkatzen erzielte. Doch das zaghafte Zugreifen beim Rebound verhinderte, dass die McCoy-Schützlinge nicht enger aufschließen konnten. Nach 27 Minuten führten die Hausherren mit 49:43. Dazu erhöhten die Ludwigsburger ihre Intensität in der Defensive und zwangen die Gäste zu weiteren Fehlern. Auch das Publikum war nun da und unterstützte die eigene Mannschaft. Ein weiterer 7:0-Run brachte die Patrick-Truppe wieder komfortabler in Führung - Spielstand 54:43 nach 28 Minuten. Die Raubkatzen kämpften, versuchten diverse Konzepte umzusetzen, doch letztendlich bekam die McCoy-Truppe keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Vor allem unter den Körben dominierten die Barockstädter. So war es erneut Thiemann, der per Drei-Punkt-Spiel zur höchsten Führung in der Partie erhöhte (57:43, 29. Minute). Beide Kontrahenten agierten nun mit einer Zone, den besseren Nutzen zogen jedoch die Ludwigsburger daraus. Mit einem deutlichen 59:45-Vorsprung ging der Gastgeber in den Schlussabschnitt. 

RIESEN sichern sich ungefährdeten Derbysieg!

Kennedy war nun nicht mehr zu stoppen. Mit vier Zählern eröffnete die Nummer 1 des Gegners die letzten zehn Minuten. Beim Stand von 63:45 (31. Minute) nahm McCoy seine nächste Auszeit. Kennedy war mit 15 Punkten Topscorer der Partie. Gegen den athletischen Linkshänder fanden die Gäste überhaupt kein Gegenmittel. Bei den Gästen hielt fast ausschließlich Kidd dagegen. Per Dreier verkürzte der Power Forward der Raubkatzen in der 33. Minute auf 54:67. Patrick nahm daraufhin ein Timeout. Kidd war nun bei 19 Zählern in der Partie angelangt, alle anderen Mitspieler punkteten bis zum diesem Zeitpunkt nur einstellig. Per Drei-Punkt-Spiel verkürzte Jordan auf 59:69 (36. Minute). Bei der Aktion erlitt Breunig eine Platzwunde am Kopf - einiges an Blut tropfte auf den Parkettboden. Jordan entschuldigte sich sofort beim deutschen Center - eine Absicht des tadellosen Sportsmanns ist jedoch in das Reich der Phantasie zu stellen. Als Reaktion legten die Ludwigsburger innerhalb einer Minute einen weiteren 7:0-Lauf auf das Feld. Das Spiel war beim Stand von 76:59 bei noch 198 zu spielenden Sekunden endgültig entschieden. Die Barockstädter brachten den Vorsprung souverän über die Zeit und feierten vor heimischer Kulisse den 16. Saisonerfolg. Tosenden Applaus gab es 56 Sekunden vor dem Spielende, als Thiemann das Feld verließ. Mit 16 Zählern war der deutsche Center bester Spieler in Reihen der Patrick-Schützlinge. Am Ende stand auf der Anzeigentafel ein 81:65-Sieg für die Hausherren.      

Hier geht`s zur Statistik!

Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Großer Fansupport: Mit gut 200 Personen unterstützen die Tübinger Anhänger die Raubkatzen beim vorletzten Auswärtsspiel der Saison 2016/2017 bei den MHP RIESEN Ludwigsburg. Drei Fansbusse und zahlreiche Privatfahrer machten sich bereits am Samstagmittag auf den Weg in Richtung Ludwigsburg. Vor dem Derby wurden diversen Kneipen besucht, danach ging es mit einem gemeinsamen Marsch zum Spiel. Die Raubkatzen bedanken sich für die lautstarke Unterstützung in der Arena. Herzlichen Dank dafür!

Rückkehr an alte Wirkungsstätte, Teil 1: Unmittelbar nach dem Ende seiner Karriere im Jahr 2008 begann Tigers-Trainer Tyron McCoy seine Trainerlaufbahn als Assistenz-Trainer in Ludwigsburg. Unter dem ehemaligen Tübinger Übungsleiter Tolga Öngören sammelte der inzwischen 44-Jährige die ersten Erfahrungen auf der Trainerbank. Insgesamt weilte der US-Amerikaner zwei Jahre in der Barockstadt, bevor es für fünf Jahre zu den Artland Dragons ging. In seinem zweiten Heimspiel als neuer Kommandogeber gewann McCoy mit den Raubkatzen am 16. Januar 2016 ausgerechnet gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (94:84-Sieg). 15 Monate später nun das erste Gastspiel an der alten Wirkungsstätte.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte, Teil 2: Mit Álvaro Muñoz kehrte ein weiterer ehemaliger Ludwigsburger zu seinem alten Arbeitgeber zurück. In der vergangenen Spielrunde lief der Deutsch-Spanier noch für die Barockstädter auf. In 37 Partie kam der 26-Jährige auf 4,8 Punkte und 2,0 Rebounds. Im letzten Sommer dann der Wechsel neckaraufwärts nach Tübingen. An neuer Wirkungsstätte konnte der Forward seine Punkteausbeute um knapp einen Zähler (+0,9) nach oben schrauben. In Tübingen genießt Muñoz großes Ansehen, da er in jedem Spiel immer alles gibt und ein wichtiger Charakter im Team der Mannschaft von Trainer McCoy ist. Bei seiner Rückkehr in die MHPArena kam Muñoz in 13 Minuten auf sechs Punkte. Mit Center Gary McGhee (2013/2014) hat ein dritte Person eine ehemalige Vergangenheit in Ludwigsburg.

Auf die Zähne gebissen: Isaiah Philmore biss im Spiel in Ludwigsburg mächtig auf die Zähne. Die letzten Tage konnte der 27-Jährige wegen Krankheit nicht am Training teilnehmen. Ein Einsatz erschien zum Ende der Woche noch ausgeschlossen, doch am Samstagvormittag versuchte es der Deutsch-Amerikaner im Training. Das Gefühl war auch nach dem Training gut, dazu gab der Tübinger Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Fritz grünes Licht für einen Einsatz in Ludwigsburg. Philmore war zwar noch geschwächt, doch der Big Man stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Letztendlich war Philmore zu geschwächt und blieb und Punkte.

Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs?: Der schwäbische Rivale aus der Barockstadt duelliert sich vor den letzten beiden Spieltagen mit den GIESSEN 46ers um den letzten Playoff-Platz. Beide Kontrahenten haben noch ein schweres Restprogramm zu absolvieren. Während die Truppe von Trainer John Patrick noch gegen Ulm und in Berlin antreten muss, treten die Hessen noch gegen die Telekom Baskets Bonn sowie gegen den FC Bayern München an. Mit dem Sieg gegen Tübingen und der gleichzeitigen Niederlage der GIESSEN 46ers bei medi bayreuth (79:89) könnte eine Woche vor dem Ende der Hauptrunde eine Vorentscheidung gefallen sein. 

WALTER Tigers Tübingen (Tobias Fischer)

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Aleksandar Nadjfeji im ersten Interview als Cheftrainer!

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Tübinger Nachwuchs gewinnt Bronzemedaille

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Beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ gewinnt die Mannschaft der Geschwister Scholl Schule Tübingen im Wettkampf zwei die Bronzemedaille und verbringt eine ereignisreiche Woche in Berlin. Bereits im vergangenen Jahr hatte es die Partnerschule der WALTER Tigers Tübingen mit ihrer Mannschaft im Wettkampf drei nach Berlin geschafft. Mit Samuel Maier, Kilian Fischer und Johannes Frank waren drei Spieler dieser Mannschaft auch in diesem Jahr mit von der Partie. Dies wurde durch den Au...  mehr


Die Mai-Ausgabe von BIG – Basketball in Deutschland ist ab 2. Mai im Handel

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Niederlage in Karlsruhe zum Saisonabschluss

02.05.2018

Vor allem in der ersten Halbzeit fand die Regionalliga-Basketballer des SV 03 Tigers Tübingen überhaupt nicht in das Spiel. Die Hypothek des 24:48-Rückstandes war dann im zweiten Durchgang zu groß, so reichte es am Ende bei der 76:84-Niederlage nicht ganz zum Sieg beim Absteiger aus Karlsruhe. Ohne die verletzten Felix Sieghörtner, Max Kochendörfer und Vildan Mitku sowie ohne die vor der Saison als so wichtig erachteten Bundesligaverstärkungen waren die Schützlinge von Trainer Claus Sieghörtner...  mehr


Mit souveränem Auswärtssieg zum Klassenerhalt!

02.05.2018

Das NBBL-Team der Young Tigers Tübingen gewinnt mit 78:49 (39:21) bei der BG Karlsruhe. Fünf Spieler punkten bei diesem Kantersieg zweistellig. Mit zwei deutlichen Siegen in der zweiten Runde der Playdowns schafft die junge Mannschaft damit den Klassenerhalt.  Die Vorbereitung auf das wichtige Auswärtsspiel in Karlsruhe gestalteten sich schwierig, da das Trainergespann David Rösch und Dominik Daub sowie einige Leistungsträger des NBBL-Teams mit der Schulmannschaft der Geschwister-Scholl-Sc...  mehr


 

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